Diklusion & mehr

Das 5-Ebenen-Modell der Diklusion.

Digitale Medien können Teilhabe auf fünf Ebenen ermöglichen – vom einzelnen Kind bis zur Gesellschaft. Hier ist jede Ebene mit einem konkreten Beispiel erklärt.

Das 5-Ebenen-Modell der Diklusion als Grafik

Grafik: inklusiv.digital · CC BY 4.0

Im Video

Das Modell im Video.

Im Interview erkläre ich das Fünf-Ebenen-Modell im Überblick – und zu jeder Ebene gibt es ein kurzes Beispielvideo.

Interview: Das Fünf-Ebenen-Modell

Dr. Lea Schulz erklärt das Modell im Überblick.

CC BY 4.0 inklusiv.digital

Ebene 1 · Individuum

Assistive Technologien bauen Barrieren ab und eröffnen Zugänge.

CC BY 4.0 inklusiv.digital

Ebene 2 · Lernebene

Digitale Medien für individuelles Lernen.

CC BY 4.0 inklusiv.digital

Ebene 3 · Lerngruppe

Gemeinsam lernen mit kollaborativen Werkzeugen.

CC BY 4.0 inklusiv.digital

Ebene 4 · Organisation

Unterricht planen, dokumentieren, entlasten.

CC BY 4.0 inklusiv.digital

Ebene 5 · Gesellschaft & Umwelt

Teilhabe in der digitalen Welt.

CC BY 4.0 inklusiv.digital

Videos: inklusiv.digital · CC BY · zum Kanal ↗

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Ebene 1 · Individuum

Barrieren überwinden

Lernen durch Medien · Assistive Unterstützung

Assistive Technologien bauen Barrieren ab und eröffnen den Zugang zum Lernen – etwa Vorlese-, Diktier-, Übersetzungs- oder Talker-Funktionen.

Beispiel: Ein Kind mit Schreibschwierigkeiten spricht seinen Text per Diktierfunktion ein und kann so gleichberechtigt am Projekt mitarbeiten.
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Ebene 2 · Lernebene

Individuell lernen

Lernen mit Medien · Medien als Lernmittel

Digitale Medien ermöglichen individualisierten Unterricht: Jedes Kind lernt im eigenen Tempo, auf dem eigenen Niveau und auf dem passenden Weg.

Beispiel: Eine Lernumgebung stellt dieselbe Aufgabe in mehreren Schwierigkeitsstufen bereit – jede:r arbeitet an der passenden.
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Ebene 3 · Lerngruppe

Gemeinsam lernen

Lernen mit Medien · Medien als Werkzeug

Digitale Werkzeuge fördern kooperatives und kollaboratives Lernen – die Gruppe erarbeitet gemeinsam Wissen, jede:r mit dem eigenen Beitrag.

Beispiel: Die Klasse sammelt Ideen gemeinsam an einer digitalen Pinnwand – auch wer nicht laut spricht, wird sichtbar.
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Ebene 4 · Organisation

Unterricht gestalten & entlasten

Lehren mit Medien · Unterstützung der Lehrenden

Digitale Vor- und Nachbereitung, Diagnostik und Dokumentation entlasten Lehrkräfte und helfen, Unterricht an unterschiedliche Lernvoraussetzungen anzupassen.

Beispiel: Lernstände werden digital erfasst – so lässt sich Material gezielt für einzelne Kinder bereitstellen.
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Ebene 5 · Gesellschaft & Umwelt

Teilhabe in der digitalen Welt

Lernen über Medien · Medien im Alltag

Inklusive Medienbildung befähigt alle Schüler:innen, sich in der digitalen Welt zu orientieren – als Grundlage für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe.

Beispiel: Kinder lernen, Informationen einzuordnen und sich sicher und souverän im Netz zu bewegen.

Die Basis: eine diklusive Lernumgebung

Alle fünf Ebenen wirken nicht für sich, sondern in einer diklusiven Lernumgebung zusammen – sie ist die Grundvoraussetzung des Modells und Orientierung für guten, teilhabeorientierten Unterricht.

Im Team gedacht

Aus sonderpädagogischer Perspektive.

Digital-inklusive Praxis ist Aufgabe aller Lehrkräfte. Innerhalb der Diklusion gibt es aber Bereiche, in denen spezifisches sonderpädagogisches Expert:innenwissen hinzukommt. Diese Übersicht zeigt, was das auf jeder Ebene konkret bedeutet.

Ebene 1Individuum
Wissen um assistive Hilfsmittel bei spezifischen Beeinträchtigungen.
Ebene 2Lernebene
Diklusive Fördermaßnahmen planen, individuelle Lernpfade und Wissen um Barrierefreiheit im digitalen Raum.
Ebene 3Lerngruppe
Spezifische Unterstützung in der Kooperation – z. B. beratend in gemeinsamen Lernprozessen.
Ebene 4Organisation
Diagnostik, Beratung, Koordination und Kooperation im multiprofessionellen Team.
Ebene 5Gesellschaft & Umwelt
Wissen um Identitätsbildung bei Beeinträchtigung und um Plattformen zum Austausch.

Grundlage: 5-Ebenen-Modell nach L. Schulz (2018). Ausführlich in: L. Schulz & I. Krstoski (2022): „Diklusion", in: Diklusive Lernwelten (OER, CC BY-SA) – kostenfrei als PDF herunterladen.

Weiter

Vom Modell in die Praxis.

Wie sich die Ebenen konkret umsetzen lassen, zeigen erprobte Beispiele auf der Praxisseite.

Zu den Praxisbeispielen